0.Unterschiede in den Distributionen
Und hier liegt auch schon der erste Pferdefuß
In Debian und vielen anderen Distributionen gibt es eine zentrale Konfigurationsdatei - die sladp.conf. Und genau die hat Ubuntu jetzt rausgeschmissen.
Im Ubuntu How-To heißt es dazu:
Man beachte, dass Canonical darauf hinarbeitet, die OpenLDAP-Pakete von allen LDAP-anwendungsspezifischen Konfigurationen zu befreien und diese stattdessen in die Installationsskripts der Anwendungen zu verlagern.
Damit läuft schon mal ein entscheidender Teil der Konfiguration unterschiedlich. Zumal sehr viele "alte" How-To sich mit der slapd.conf beschäftigen.
Siehe dazu im How-To
Seit Ubuntu 8.10 wird nicht mehr die slapd.conf-Konfigurationsdatei verwendet, sondern die Konfiguration ins LDAP-Verzeichnis (cn=config) selbst geschrieben. Das hat einige Vorteile, u.a. dass der OpenLDAP-Server bei Konfigurationsänderungen nicht mehr neu gestartet werden muss. Die Vorteile werden allerdings mit einer etwas umständlicheren Konfiguration erkauft.
Beim Start des slapd Dämons wird über eine Option darüber entschieden mit welcher Konfigurationsmöglichkeit OpenLDAP startet.
Hier ein Beispiel für den Start von slapd per Hand mit der Option slapd.conf (FreeBSD)
/usr/local/libexec/slapd -f /usr/local/etc/opendldap/slapd.conf
und hier mit dem "neuen" Backend (FreeBSD)
/usr/local/libexec/slapd -F /usr/local/etc/opendldap/slapd.d
Anmerkung slapd.d ist ein Verzeichnis. Darin enthalten sind die Konfigurationsdateien.
(V 1.02)